© Südostbayerischer Brennerverband
Generalversammlung 2014
Bayerisches Landwirtschaftsministerium fördert die Obstbrenner Qualitätsoffensive „Bayern brennt“ - Geld für Ausbildung, Prämierung und Brennanlagen Irschenberg.    Das   Bayerische   Landwirtschaftsministerium   will   die Kleinbrennereien    im    Freistaat    stärken.    Landwirtschaftsminister Helmut      Brunner      beabsichtigt,      an      der      Landesanstalt      in Veitshöchheim    eine    eigene    Anlaufstelle    für    die    Brenner    im Freistaat      zu      schaffen.      Die      Einrichtung      einer      solchen Kompetenzstelle   sei   ein   berechtigter   Wunsch   der   Brenner;   die Umsetzung   werde   aber   nicht   einfach.   Er   plant   außerdem   eine Förderung     für     die     Modernisierung     von     Brennanlage     und Brennräumen        in    Form    von    Investitionszuschüssen    von    25 Prozent.   Ab   Beginn   der   zweiten   Jahreshälfte   solle   es   möglich sein,   Anträge    zu    stellen,    die    dann    noch    bis    zum    Jahresende bewilligt werden sollen. Bereits   gestartet   wurde   im   vergangenen   Jahr   auf   Initiative   des Ministeriums   eine   Qualitätsoffensive   unter   dem   Motto   „Bayern brennt“    mit    mehreren    Veranstaltungen,    in    denen    regionale Edelbrände       präsentiert       wurden.       Der       Amtschef       des Landwirtschaftsministeriums,   Martin   Neumeyer,   präsentierte   den Maßnahmenkatalog   seiner   Behörde   in   der   Jahresversammlung des   Verbandes   der   Südostbayerischen   Obst-   und   Kleinbrenner   in Irschenberg.    Die    Mitglieder    des    südostbayerischen    Verbandes sieht   er   auf   einem   guten   Weg,   da   sie   schon   etwa   zwei   Drittel ihrer     Produktion     selbst     vermarkten,     während     diese     Quote andernorts nur zwischen 20 und 60 Prozent liege. Verbandsvorsitzender      Andreas      Franzl      zeigte      sich      „tief beeindruckt,    was    in    der    Zusammenarbeit    mit    dem    Ministerium    gelaufen    ist“.    In    den    Mittelpunkt    seines Jahresberichtes       stellte       er       ebenfalls       das       Streben       nach       höchster       Qualität.       Mit       zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen   biete   man   den   Brennern   die   Voraussetzungen,   ihre   Produkte   weiter   zu   verbessern. Daneben werde man regionale Brennerstammtische einführen, die dem Meinungsaustausch dienen sollen. Ab    sofort    gibt    es    auch    wieder        eine    feste   Anlaufstelle    für    Brenner    und    Interessierte        in    den    Räumen    des Bayerischen    Bauernverbandes    in    Töging,    wo    Geschäftsführerin    Andrea    Westenthanner    aus    Burgkirchen    zu Beginn   des   Jahres   ihr   Büro   bezogen   hat.   Bis   vor   einem   Jahr   war   die   Geschäftsstelle   im   Landratsamt   Rosenheim. 21    Jahre    hatte    dort    der    vor    einem    Jahr    ausgeschiedene Geschäftsführer    Sepp    Stein    die    Geschicke    des    Verbandes maßgeblich    gelenkt.    Stein    war    es,    der    schon    vor    Jahren erkannt    hat,    dass    sich    die    Kleinbrenner    nur    mit    Produkten höchster Qualität am Markt behaupten können. Für   die   großen   Verdienste,   die   er   sich   um   den   Verband   in   mehr als   zwei   Jahrzehnten   erworben   hat,   wurde   er   geehrt   und   bekam von   Vorsitzendem   Andreas   Franzl   ebenso   wie   der   vor   einem Jahr     zurückgetretene     Vorsitzende     Christian     Eder     einen Gutschein     für     ein     Wellnesswochenende     im     Bayerischen Bäderdreieck.      Besonders      hob      Franzl      die      vorbildliche Unterstützung   des   Landratsamtes   Rosenheim   in   all   den   Jahren hervor. In     der     letzten     Jahresversammlung     hatte     es     Irritationen gegeben,   weil   die   neue   Geschäftsführerin   als   Angestellte   des Verbandes    nicht    von    den    Mitgliedern    gewählt    werden    kann, sondern      von      der      Vorstandschaft      bestimmt      wird.      Eine diesbezügliche     Satzungsänderung     wurde     zwar     von     der Mehrheit   der   anwesenden   Mitglieder   befürwortet,   hatte   damals     aber    nicht    die    nötige    Zwei-Drittel-Mehrheit    gefunden.    Trotz erneuten   „Störfeuers“   eines   Mitgliedes   stimmte   jetzt   aber   eine überwältigende   Mehrheit   der   neuen   Satzung   zu.   97   Ja-Stimmen standen nur 8 ablehnende und 3 Enthaltungen gegenüber. Der   Südostbayerische   Verband   repräsentiert   mehr   als   700   Kleinbrenner   in   Altbayern.   Mit   der   alle   zwei   Jahre stattfindenden   Bayerischen   Obstbrandprämierung,   die   federführend   der   Südostbayerische   Verband   gemeinsam mit   den   Brennerverbänden   in   Lindau   und   in   Franken   organisiert,   soll   die   hohe   Qualität   der   handwerklich   und   meist nur    in    geringer    Menge    gefertigten    Destillate    dokumentiert    werden.    Der    Ehrenabend    mit    Preisverteilung    ist voraussichtlich am 23. Mai im Landwirtschaftsministerium in München Das   Engagement   des   Ministeriums   für   die   Brenner   hat   seinen   Grund,   wie Amtschef   Neumeyer   betonte:   Die   Brenner   gewinnen   ihr   Obst   zu   einem erheblichen   Teil   von   Streuobstwiesen.   Gäbe   es   die   Brenner   nicht,   würde die   Pflege   der   Wiesen   mit   den   mächtigen   alten   Obstbäumen   uninteressant. Landschaftsprägende   Elemente   in   der   Region   würden   verloren   gehen   oder müssten      von      der      öffentlichen      Hand      wie      zum      Beispiel      von Landschaftspflegeverbänden    auf    Kosten    der    Steuerzahler    erhalten    und gepflegt    werden.    Sie    seien    zusammen    mit    den    traditionellen    Brennern Bestandteil   der   bayerischen   Erlebniswelt   und   ein   wichtiger Teil   der   Kultur   in Bayern.   Zuletzt   hätten   die   bayerischen   Brenner   auf   der   Grünen   Woche   in Berlin   dieses   Lebensgefühl   vermittelt   und   sich   als   großartige   Botschafter bayerischer   Lebensart   erwiesen.   Um   noch   mehr   Menschen   den   Zugang   zu ihren   und   anderen   regionalen   Spezialitäten      zu   ermöglichen,   bereite   sein Haus   ein   Internetportal   vor,   für   das   der   Startschuss   auf   der   Grünen   Woche gegeben   wurde.   Wenn   400   bis   600   Betriebe   mitmachen,   könnte   es   noch   in der ersten Jahreshälfte ins Netz gestellt werden. Bundesverbandsvorsitzender     Alois     Gerig     stellte     mit     Blick     auf     das Monopolende   fest,   dass   die   Ablieferungsquote   bereits   deutlich   sinke:   von ursprünglich   etwa   70   auf   zuletzt   nur   noch   40   Prozent.   Er   wertete   dies   als Zeichen,   dass   sich   am   Markt   langsam   etwas   bewege.   Mit   Blick   auf   die Gründung    des    Verbandes    der        Bayerischen    Edelbrandsommeliers    (wir berichteten),    der    maßgeblich    von    Mitgliedern    des    Südostbayerischen Verbandes     ausgegangen     ist,     sagte     er:     „Die     guten     werden     sich durchsetzen.   Das   wird   die   Zukunft   sein.“   Der   Verband   sei   innovativ   in vielen     Bereichen.     Angesichts     der     erfreulichen     Signale     aus     dem Bayerischen   Landwirtschaftsministerium   betonte   er,   die   Brenner   bräuchten Bundesländer, die sich für deren Förderung einsetzen.
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Der       Amtschef       des       Bayerischen Landwirtschaftsministeriums, Martin Neumeyer Auf   dem   Banner   das   neue   Logo,   mit dem   k ü nftig   f ü r   Edelbr ä nde   aus   dem Freistaat geworben werden soll
Der   vor   einem   Jahr   ausgeschiedene   Vorsitzende Christian   Eder   aus   Bad   Feilnbach   (links)   und Josef   Stein,   der   21   Jahre   Gesch ä ftsf ü hrer   des Brennerverbandes          war,          wurden          von Vorsitzendem    Andreas    Franzl    (rechts)    in    der Jahresversammlung verabschiedet
Bei der Jahresversammlung in Irschenberg (von    links)    Bundesvorsitzender    Alois    Gerig, Gesch ä ftsf ü hrerin    Andrea    Westenthanner,    der Amtschef                     im                     bayerischen Landwirtschaftsministerium,    Martin    Neumeyer, die      2.      Vorsitzende      Brigitte      Schauer      und Vorsitzender Andreas Franzl
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Generalversammlung 2014
Bayerisches Landwirtschaftsministerium fördert die Obstbrenner Qualitätsoffensive „Bayern brennt“ - Geld für Ausbildung, Prämierung und Brennanlagen Irschenberg.    Das   Bayerische   Landwirtschaftsministerium   will   die Kleinbrennereien    im    Freistaat    stärken.    Landwirtschaftsminister Helmut      Brunner      beabsichtigt,      an      der      Landesanstalt      in Veitshöchheim    eine    eigene    Anlaufstelle    für    die    Brenner    im Freistaat      zu      schaffen.      Die      Einrichtung      einer      solchen Kompetenzstelle   sei   ein   berechtigter   Wunsch   der   Brenner;   die Umsetzung   werde   aber   nicht   einfach.   Er   plant   außerdem   eine Förderung     für     die     Modernisierung     von     Brennanlage     und Brennräumen        in    Form    von    Investitionszuschüssen    von    25 Prozent.   Ab   Beginn   der   zweiten   Jahreshälfte   solle   es   möglich sein,   Anträge    zu    stellen,    die    dann    noch    bis    zum    Jahresende bewilligt werden sollen. Bereits   gestartet   wurde   im   vergangenen   Jahr   auf   Initiative   des Ministeriums   eine   Qualitätsoffensive   unter   dem   Motto   „Bayern brennt“    mit    mehreren    Veranstaltungen,    in    denen    regionale Edelbrände       präsentiert       wurden.       Der       Amtschef       des Landwirtschaftsministeriums,   Martin   Neumeyer,   präsentierte   den Maßnahmenkatalog   seiner   Behörde   in   der   Jahresversammlung des   Verbandes   der   Südostbayerischen   Obst-   und   Kleinbrenner   in Irschenberg.    Die    Mitglieder    des    südostbayerischen    Verbandes sieht   er   auf   einem   guten   Weg,   da   sie   schon   etwa   zwei   Drittel ihrer     Produktion     selbst     vermarkten,     während     diese     Quote andernorts nur zwischen 20 und 60 Prozent liege. Verbandsvorsitzender      Andreas      Franzl      zeigte      sich      „tief beeindruckt,    was    in    der    Zusammenarbeit    mit    dem    Ministerium    gelaufen    ist“.    In    den    Mittelpunkt    seines Jahresberichtes       stellte       er       ebenfalls       das       Streben       nach       höchster       Qualität.       Mit       zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen   biete   man   den   Brennern   die   Voraussetzungen,   ihre   Produkte   weiter   zu   verbessern. Daneben werde man regionale Brennerstammtische einführen, die dem Meinungsaustausch dienen sollen. Ab    sofort    gibt    es    auch    wieder        eine    feste   Anlaufstelle    für    Brenner    und    Interessierte        in    den    Räumen    des Bayerischen    Bauernverbandes    in    Töging,    wo    Geschäftsführerin    Andrea    Westenthanner    aus    Burgkirchen    zu Beginn   des   Jahres   ihr   Büro   bezogen   hat.   Bis   vor   einem   Jahr   war   die   Geschäftsstelle   im   Landratsamt   Rosenheim. 21    Jahre    hatte    dort    der    vor    einem    Jahr    ausgeschiedene Geschäftsführer    Sepp    Stein    die    Geschicke    des    Verbandes maßgeblich    gelenkt.    Stein    war    es,    der    schon    vor    Jahren erkannt    hat,    dass    sich    die    Kleinbrenner    nur    mit    Produkten höchster Qualität am Markt behaupten können. Für   die   großen   Verdienste,   die   er   sich   um   den   Verband   in   mehr als   zwei   Jahrzehnten   erworben   hat,   wurde   er   geehrt   und   bekam von   Vorsitzendem   Andreas   Franzl   ebenso   wie   der   vor   einem Jahr     zurückgetretene     Vorsitzende     Christian     Eder     einen Gutschein     für     ein     Wellnesswochenende     im     Bayerischen Bäderdreieck.      Besonders      hob      Franzl      die      vorbildliche Unterstützung   des   Landratsamtes   Rosenheim   in   all   den   Jahren hervor. In     der     letzten     Jahresversammlung     hatte     es     Irritationen gegeben,   weil   die   neue   Geschäftsführerin   als   Angestellte   des Verbandes    nicht    von    den    Mitgliedern    gewählt    werden    kann, sondern      von      der      Vorstandschaft      bestimmt      wird.      Eine diesbezügliche     Satzungsänderung     wurde     zwar     von     der Mehrheit   der   anwesenden   Mitglieder   befürwortet,   hatte   damals     aber    nicht    die    nötige    Zwei-Drittel-Mehrheit    gefunden.    Trotz erneuten   „Störfeuers“   eines   Mitgliedes   stimmte   jetzt   aber   eine überwältigende   Mehrheit   der   neuen   Satzung   zu.   97   Ja-Stimmen standen nur 8 ablehnende und 3 Enthaltungen gegenüber. Der   Südostbayerische   Verband   repräsentiert   mehr   als   700   Kleinbrenner   in   Altbayern.   Mit   der   alle   zwei   Jahre stattfindenden   Bayerischen   Obstbrandprämierung,   die   federführend   der   Südostbayerische   Verband   gemeinsam mit   den   Brennerverbänden   in   Lindau   und   in   Franken   organisiert,   soll   die   hohe   Qualität   der   handwerklich   und   meist nur    in    geringer    Menge    gefertigten    Destillate    dokumentiert    werden.    Der    Ehrenabend    mit    Preisverteilung    ist voraussichtlich am 23. Mai im Landwirtschaftsministerium in München Das   Engagement   des   Ministeriums   für   die   Brenner   hat   seinen   Grund,   wie Amtschef   Neumeyer   betonte:   Die   Brenner   gewinnen   ihr   Obst   zu   einem erheblichen   Teil   von   Streuobstwiesen.   Gäbe   es   die   Brenner   nicht,   würde die   Pflege   der   Wiesen   mit   den   mächtigen   alten   Obstbäumen   uninteressant. Landschaftsprägende   Elemente   in   der   Region   würden   verloren   gehen   oder müssten      von      der      öffentlichen      Hand      wie      zum      Beispiel      von Landschaftspflegeverbänden    auf    Kosten    der    Steuerzahler    erhalten    und gepflegt    werden.    Sie    seien    zusammen    mit    den    traditionellen    Brennern Bestandteil   der   bayerischen   Erlebniswelt   und   ein   wichtiger Teil   der   Kultur   in Bayern.   Zuletzt   hätten   die   bayerischen   Brenner   auf   der   Grünen   Woche   in Berlin   dieses   Lebensgefühl   vermittelt   und   sich   als   großartige   Botschafter bayerischer   Lebensart   erwiesen.   Um   noch   mehr   Menschen   den   Zugang   zu ihren   und   anderen   regionalen   Spezialitäten      zu   ermöglichen,   bereite   sein Haus   ein   Internetportal   vor,   für   das   der   Startschuss   auf   der   Grünen   Woche gegeben   wurde.   Wenn   400   bis   600   Betriebe   mitmachen,   könnte   es   noch   in der ersten Jahreshälfte ins Netz gestellt werden. Bundesverbandsvorsitzender     Alois     Gerig     stellte     mit     Blick     auf     das Monopolende   fest,   dass   die   Ablieferungsquote   bereits   deutlich   sinke:   von ursprünglich   etwa   70   auf   zuletzt   nur   noch   40   Prozent.   Er   wertete   dies   als Zeichen,   dass   sich   am   Markt   langsam   etwas   bewege.   Mit   Blick   auf   die Gründung    des    Verbandes    der        Bayerischen    Edelbrandsommeliers    (wir berichteten),     der     maßgeblich     von     Mitgliedern     des     Südostbayerischen Verbandes   ausgegangen   ist,   sagte   er:   „Die   guten   werden   sich   durchsetzen. Das   wird   die   Zukunft   sein.“   Der   Verband   sei   innovativ   in   vielen   Bereichen. Angesichts       der       erfreulichen       Signale       aus       dem       Bayerischen Landwirtschaftsministerium       betonte       er,       die       Brenner       bräuchten Bundesländer, die sich für deren Förderung einsetzen.
Der       Amtschef       des       Bayerischen Landwirtschaftsministeriums, Martin Neumeyer Auf   dem   Banner   das   neue   Logo,   mit dem   k ü nftig   f ü r   Edelbr ä nde   aus   dem Freistaat geworben werden soll
Der   vor   einem   Jahr   ausgeschiedene   Vorsitzende Christian   Eder   aus   Bad   Feilnbach   (links)   und Josef   Stein,   der   21   Jahre   Gesch ä ftsf ü hrer   des Brennerverbandes          war,          wurden          von Vorsitzendem    Andreas    Franzl    (rechts)    in    der Jahresversammlung verabschiedet
Bei der Jahresversammlung in Irschenberg (von    links)    Bundesvorsitzender    Alois    Gerig, Gesch ä ftsf ü hrerin    Andrea    Westenthanner,    der Amtschef                     im                     bayerischen Landwirtschaftsministerium,    Martin    Neumeyer, die      2.      Vorsitzende      Brigitte      Schauer      und Vorsitzender Andreas Franzl