Alte Obstsorten im Oberbayerischen Alpenvorland

In den sechs Voralpenlandkreisen zwischen Weilheim-Schongau und Berchtesgadener Land läuft derzeit ein Projekt zum Erhalt alter Apfel- und Birnensorten. Im Rahmen mehrjähriger Kartierungen wurden ca. 250 Sorten gefunden, die von namhaften Pomologen nicht bestimmt und auch im Rahmen von genetischen Untersuchungen nicht zugeordnet werden konnten. Diese Sorten sollen nun nachgezogen und in Sortenerhaltungsgärten aufgepflanzt werden. Weiterhin ist geplant, die Sorten zu testen und solche zu selektieren, die sich aufgrund ihrer Wuchs- und Fruchteigenschaften für eine Wiederverbreitung eignen.

Die Projektverantwortlichen Eva Bichler-Öttl und Georg Loferer (siehe Bild ) sind derzeit auf der Suche nach Brennereien (nach Möglichkeit in den betreffenden Landkreisen), die Interesse haben, mit erfolgversprechenden Sorten Probebrände durchzuführen und nach Sommeliers, die sich für eine professionelle Verkostung der Ergebnisse zur Verfügung stellen.

Gerade unter den Birnen sind offenbar einige sehr interessante Sorten mit außergewöhnlichen Aromen gefunden worden. Durch die Herstellung und Vermarktung alter, regionaltypischer Sorten kann sich ein Brenner aus der breiten Masse der Obstbrand-Produzenten herausheben, sich neue Marktchancen erarbeiten  und ein Vorbild für andere Brenner sein. Wir, als Brennerverband, wollen dieses Projekt unterstützen und zusammen mit den anderen Projektpartnern zwischen Brennern, Sommeliers und Baumbesitzern vermitteln um diese unbekannten, wertvollen Sorten zu erhalten.

Interessenten melden sich bitte bis Ende Juli bei Projektmanagerin Eva Bichler-Öttl unter Tel. 08031/392-3313 oder per email unter eva.bichler-oettl@lra-rosenheim.de.

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