VOLKSBEGEHREN Artenschutz „Rettet die Bienen“

Wir alle sind betroffen von dem Volksbegehren Artenschutz.  Als Verband haben wir uns bemüht an den runden Tisch zu kommen und unsere Bedenken, aber auch Wünsche, mit einzubringen.

In einem Sondierungsgespräch wurde von den drei Bayerischen Brennerverbänden die Problematik der Forderung, Streuobstwiesen als Biotope auszuweisen dargestellt. Die Brenner, welche ihre Streuobstwiesen sanft und bienenfreundlich bewirtschaften, müssen unbedingt uneingeschränkt handlungsfähig bleiben. Es besteht die Befürchtung, dass viele Bestände vor Inkrafttreten dieses Gesetzes durch Rodung verloren gehen und diesen gefürchteten Eingriff ins Eigentumsrecht zu umgehen. Eine massive Veränderung unserer Kulturlandschaft wäre die Folge und somit ein unwiederbringlicher Verlust für die Erhaltung der Artenvielfalt.

Die Staatsregierung hat sich entschieden den Gesetzesentwurf des Volksbegehren komplett zu übernehmen. Gleichzeitig wird es ein zweites Gesetz geben, das die festgeschriebenen Punkte flexibilisieren und näher bestimmen soll.

„Bei der vorgesehenen Biotopausweisung von Streuobstbeständen ab einer Größe von 2.500 Quadratmetern wird auch künftig eine reguläre Bewirtschaftung ohne aufwändige Genehmi­gungsverfahren möglich sein. Beispielsweise können weiterhin einzelne Bäume – etwa als Reaktion auf Erkrankung oder Schädlingsbefall, aber auch zum Erhalt einer angemessenen Alters­struktur – aus dem Bestand entnommen und durch eine Neuanpflanzung ersetzt werden. Auch die Möglichkeit Schaderreger wie z. B. die Kirsch­fruchtfliege durch den begrenzten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu bekämpfen bleibt erhalten. Darüber hinaus kann die Rodung von Streuobstbeständen zur Erweiterung von Hofstel­len genehmigt werden, wenn dafür an anderer Stelle ein Ausgleich geschaffen wird.“

Quelle:  Informationsblatt von Staatsministerin Michaela Kaniber

Wie schützenswerte Streuobstwiesen genau definiert werden und welche weiteren Schutzbestimmungen oder Auflagen es in diesem Biotop geben wird, steht noch nicht fest. Wir sind bemüht gehört zu werden um unsere Wünsche und Anregungen einzubringen.

Wir bleiben am Ball und hoffe so dieses Thema positiv beeinflussen zu können.

Unser Positionspapier Streuobstwiese

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